Implantate können ein Leben lang halten - die meisten, rund 90%, präsentieren sich auch nach zehn Jahren noch in nahezu perfektem Zustand. Doch nicht nur die Qualität der Behandlung verantwortet die Lebensdauer des Implantats – Gründliche Pflege durch den Patienten ist eine ebenso wichtige Voraussetzung. Hinzu kommt die regelmäßige Kontrolle von Implantat und Zahnersatz durch den Zahnarzt.
Gründe für den Verlust von Zahnimplantaten
- Starkes Rauchen oder schlechte Mundhygiene. Rauchen und mangelhafte Mundhygiene gefährden den Langzeiterfolg.
- In seltenen Fällen verbindet sich die Titanwurzel in der Einheilphase nicht mit dem Knochen. Das kann dazu führen, dass das Implantat der ersten Belastungsphase nicht standhält.
- Entzündungen. Das Knochengewebe, das die künstliche Zahnwurzel umgibt, kann sich entzünden – mit der Folge, dass der Knochen um das Implantat herum abgebaut wird.
Neben der handwerklichen Qualität des Eingriffs stellt vor allem eine gute Mundhygiene sicher, dass dies nicht passiert.
Aktuell gehen zwischen fünf und zehn Prozent der Implantate verloren – zumeist in der Phase der Einheilung. Die Qualität des Eingriffs, aber auch die Einschätzung der Erfolgschancen VOR dem Eingriff ist von größter Bedeutung. Hat die künstliche Zahnwurzel diese Zeit überstanden, besteht bei gründlicher Pflege kaum noch Gefahr.
Zahnimplantate sind künstliche Zahnwurzeln, die in den Kiefer quasi ‘hineingeschraubt’ werden. Ihre Form ähnelt nicht umsonst einer Schraube und ist im Schnitt acht bis 18 mm lang. Mit Implantaten lassen sich Zahnlücken ohne Beschleifen gesunder Nachbarzähne wieder ästhetisch versorgen oder Vollprothesen fest im Knochen verankern.
Implantate bestehen in der Regel aus dem Metall Titan, das äußerst körperverträglich ist (z. B. wird Titan für künstliche Knie- oder Hüftgelenke eingesetzt). Sie haben eine spezielle Oberfläche und verwachsen beim Einheilen fest mit dem umgebenden Knochengewebe. Danach bieten sie festen Halt für die »Dritten«, ganz ähnlich der natürlichen Zahnwurzel. Auf ihnen können Kronen, Brücken oder Prothesen befestigt werden.
Die Vorteile des implantatgetragenen Zahnersatzes sind nicht nur ästhetisch, sondern auch medizinisch, funktional und phonetisch. So empfinden ihn Patienten in der Regel nicht als Fremdkörper, und haben das Gefühl, als würden sie wieder mit ihren eigenen Zähnen kauen, sprechen und lachen.
Zahnimplantate schützen vor Knochenschwund
Der medizinische Nutzen von Zahnimplantaten ist unbestritten. Für das Überbrücken von Lücken müssen gesunde Nachbarzähne nicht mehr beschliffen werden, um an ihnen den Zahnersatz zu verankern. Das Implantat ersetzt nur den oder die fehlenden Zähne.
Implantate können den gefürchteten Knochenschwund in zahnlosen Kiefer-Abschnitten verhindern oder verzögern, weil Implantate die Kaukräfte auf den Kieferknochen übertragen. Dieser Effekt ist notwendig für den Erhalt des Knochen- und Stützgewebes. Deshalb sollten Implantate möglichst bald nach dem Entfernen eines Zahns verankert werden!
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